Gotta, Heinisch und Gesell bei Judo-WM der Masters in Marrakesch

Marrakesch, 10-13.10.2019: Von der Judo-Abteilung der HTG Bad-Homburg waren 3 Spitzenkämpfer mit am Start und vertraten  Deutschland auf der Matte. In der Gewichtsklasse bis 81 kg startete Ralph Gotta (M7) und Tobias Heinrich (M4), im Superschwergewicht +100kg war Jürgen Gesell (M5) als leichtester Teilnehmer mit 108 kg am Start. Bei der Judo-Weltmeisterschaft nahmen 51 Nationen teil. Diese entsendeten wiederum 1168 Kämpfer/innen auf 5 Wettkampflächen an 4 Wettkampftagen.
 
Am ersten Kampftag startete Ralph Gotta erstmalig in der höheren Gewichtsklasse -81kg, in der Altersklasse M7 mit dem starken Teilnehmerfeld von 25 Teilnehmern. Am dritten Wettkampftag startete Tobias Heinisch. Für Tobi war es die erste Teilnahme an einer Judo Weltmeisterschaft in der Gewichtsklasse -81kg, in der Altersklasse M4 ebenfalls mit einem sehr starken Teilnehmerfeld von 40 Teilnehmern. Beide Kämpfer führten sehr harte Kämpfe und zeigten starke Judotechniken. Trotz aller Anstrengungen war das Glück jedoch auf Seite der Kontrahenten und beide Kämpfer waren nach den Vorrundenkämpfen unglücklich ausgeschieden. Jedoch konnten beide Kämpfer positive Erfahrungen mitnehmen und waren mit ihren gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Sie werden diese bei der nächsten WM versuchen für sich zu nutzen.
 
Am dritten Wettkampftag startete Jürgen Gesell erstmalig im Superschwergewicht.Bei früheren Welt- und Europameisterschaften starte er immer im Schwergewicht bis 100 kg. Die Vorrundenkämpfe konnte Jürgen erfolgreich bestreiten, selbst gegen den starken Russen Kasatkin Dmitry mit seinen 155kg konnte er durch seinen massiven Krafteinsatz und seiner Schnelligkeit bezwingen. Im Halbfinale stand er jedoch gegen amtierten sowie neuen Weltmeister von 2019,Marinescu Viorel (MDA) mit seinen 170 kg auf der Matte. Jürgen bestimmte den Kampf und konnte den amtierten Weltmeister massiv unter Druck setzten. Jürgen stand kurz vor einer Sensation und suchte 25 Sekunden vor Kampfesende die endgültige Entscheidung.Jürgen drehte sich hier auf einen guten Ippon-Seoi-Nage (Schulterwurf) ein. Hier machte sich jedoch der massive Gewichtsunterschied von 62 kg bemerkbar und Marinescu konnte Jürgen nach hinten kontern,den Kampf drehen und erhielt hiermit die entscheidende Wertung. Hiermit konnte sich Jürgen vom Finale verabschieden,jedoch blieb ihm noch der Kampf um Bronze. Diesen musste Jürgen gegen Belgier Latour Francois antreten, der bereits Vizeweltmeister sowie 3 der Europameisterschaften war. Bei dem dynamisch und hart geführten Kampf um Bronze konnte kein Kämpfer eine entscheidende Wertung erzielen. Jürgen setzte einen Sumi-gaeshi (Rollwurf) an, der Belgier war bereist in der Luft, konnte sich jedoch noch mit Glück abdrehen und landete dabei auf dem Bauch, diesen Vorteil konnte der Belgier nutzen, und einen Haltegriff ansetzen, aus dem es kein Entkommen mehr gab. Hiermit musste sich Jürgen mit dem unglücklich 5. Platz zufrieden gegeben und Edelmetall blieb im verwehrt.
 
Die Judopartner aus den benachbarten Vereinen wie Andreas Bartsch vom FTV Frankfurt und Theodor Keppel vom SV Darmstadt 98 konnten den Vize-Weltmeistertitel sowie Vinzenz Dotzler die Bronzemedalie erringen. Herzlichen Glückwunsch.
 
Bei den Weltmeisterschaften der Masters in Marrakesch errang Deutschland in der Nationenwertung, 1 x Gold, 3 x Silber, 7 x Bronze, 3 x 5. Plätze sowie 6 x 7. Plätze. Neben der Weltmeisterschaft, konnten die HTG Sportler sowie die Deutschland-kämpfer das Land, Kultur und Leute kennen lernen sowie alte Freundschaften pflegen. Die Judoweltmeisterschaft ist und bleibt für die Sportler in der Mastersklasse als höchste Erlebnis. Auf ein Neues in 2020.
 
JG
 
 
 

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